SIM · SIM-Karte Teneriffa
SIM-Karte für Teneriffa: Brauchst du überhaupt eine? EU-Roaming, eSIM und Prepaid erklärt
Aktualisiert · Local 4, Centro Comercial San Eugenio, Av. de los Pueblos 20, 38660 Costa Adeje
Brauchst du auf Teneriffa eine eigene SIM-Karte?
Mit einer deutschen oder österreichischen SIM meist nicht: Teneriffa gehört zur EU, du telefonierst und surfst dort zu Inlandspreisen (Roam like at Home), im Rahmen der Fair-Use-Regeln deines Anbieters. Eine spanische SIM oder eSIM lohnt sich, wenn du mehr Daten, eine spanische Nummer oder viel Hotspot brauchst, monatelang bleibst oder eine Schweizer SIM hast.
Gilt das EU-Roaming auch auf den Kanarischen Inseln?
Ja. Die Kanaren sind eine spanische autonome Region und zählen zu den Gebieten der EU in äußerster Randlage, für die EU-Recht gilt. Die Bundesnetzagentur nennt diese Gebiete ausdrücklich, wenn sie erklärt, wo du deinen Heimattarif nutzen kannst. Magenta Telekom in Österreich führt in seiner EU-Zone „Spanien (inkl. Kanarische Inseln)“.
Was Roam like at Home für dich bedeutet:
- Gleiche Preise: Inklusiv-Minuten, SMS und Daten werden im EU-Ausland genauso abgezogen wie zu Hause. Das gilt in allen EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen, seit 1. Januar 2026 auch in Moldau und der Ukraine.
- Gleiche Qualität: Wer zu Hause 5G nutzt, soll es laut Bundesnetzagentur auch im EU-Ausland nutzen können, sofern es dort verfügbar ist. Eine bessere Technik als zu Hause steht dir aber nicht zu.
- Lange gültig: Die Regeln gelten bis 30. Juni 2032.
- Nicht auf See und in der Luft: In Bordnetzen von Schiffen und Flugzeugen sowie über Satellit gilt Roam like at Home nicht. Auf der Fähre zu einer Nachbarinsel lohnt also ein Blick darauf, in welches Netz sich dein Handy einbucht.
Voraussetzung ist, dass dein Tarif Roaming überhaupt enthält: Laut Bundesnetzagentur gelten die Regeln für alle Kunden, auch mit Prepaid, deren Tarif internationales Roaming beinhaltet. Mehr dazu im Guide Roaming auf den Kanaren (auf Englisch).
Wie viel Datenvolumen hast du im EU-Roaming?
Grundsätzlich nutzt du im EU-Ausland dein normales Inklusivvolumen. Ausnahme: Bei unbegrenzten Tarifen und bei sehr günstigen Datenpreisen darf dein Anbieter ein Roaming-Limit setzen. Es muss mindestens doppelt so hoch sein wie dein Monatspreis ohne Mehrwertsteuer geteilt durch die regulierte Preisobergrenze auf Vorleistungsebene pro GB.
Die österreichische Regulierungsbehörde RTR rechnet das vor: Bei 10 Euro Grundentgelt ohne Umsatzsteuer ergibt 10 ÷ 1,10 × 2 mindestens 18,18 GB, die du ohne Aufschlag in einem anderen EU-Land nutzen darfst. 1,10 Euro ist der Höchstpreis, den sich Anbieter gegenseitig pro GB Datenroaming berechnen. Bei Prepaid darf sich das Limit am Restguthaben orientieren.
Dein Anbieter muss dich vorab über das Limit informieren und warnen, wenn du 80 % davon verbraucht hast. Darüber hinaus darf er nur gedeckelte Aufschläge verlangen.
Was gilt, wenn du auf Teneriffa überwinterst?
Roam like at Home ist für Reisen gedacht, nicht für ein Leben im Ausland. Dein Anbieter darf deine Nutzung über mindestens vier Monate beobachten. Warst du in dieser Zeit mehr im Ausland als zu Hause und hast du dort mehr genutzt als im Inland, kann er dich warnen. Ändert sich innerhalb von 14 Tagen nichts, darf er Aufschläge berechnen.
Wie das konkret aussieht, regelt jeder Anbieter selbst. Magenta Telekom in Österreich wertet die Nutzung zum Beispiel als dauerhaft, wenn du in vier Monaten mehr als 60 Tage im EU-Ausland bist und dort mehr als die Hälfte deiner Nutzung anfällt. Laut RTR darf ein Anbieter außerdem Nachweise verlangen, dass dein Lebensmittelpunkt im Inland liegt, etwa einen Meldezettel.
Bleibst du von Herbst bis Frühjahr auf der Insel, ist eine spanische SIM für deine Daten die entspanntere Lösung, denn für sie gelten die Fair-Use-Regeln deines Heimatanbieters nicht. Deine Heimat-SIM kann für Anrufe und SMS im Handy bleiben; diese laufen dann aber weiter als Roaming.
Was gilt mit einer Schweizer SIM-Karte?
Für Schweizer SIM-Karten gilt die EU-Roaming-Verordnung nicht – laut Bundesnetzagentur gilt sie nur in der EU sowie in Liechtenstein, Norwegen und Island. Was du auf Teneriffa zahlst, legt allein dein Schweizer Anbieter fest.
Laut BAKOM geben Schweizer Anbieter die Kosten für ausländische Netze an ihre Kundschaft weiter, manchmal mit höheren Margen. Eine Preisobergrenze gibt es nicht, weil kein internationales Abkommen die Vorleistungspreise regelt. Seit 2021 gelten aber Schutzregeln: Beim Vertragsabschluss wird eine Kostenlimite festgelegt, abgerechnet wird sekunden- bzw. kilobytegenau, und den Start einer Roaming-Option bestimmst du selbst.
Wie viel enthalten ist, unterscheidet sich je nach Abo stark. Bei Swisscom etwa (Stand Oktober 2026) bekommst du mit blue Mobile S 100 MB pro Monat in der EU/UK-Zone, mit blue Mobile M unbegrenzte Daten in EU/UK, davon 40 GB pro Monat in voller Geschwindigkeit und danach bis zu 128 kbit/s. Prüf dein Abo also vor dem Abflug. Das BAKOM selbst nennt Prepaid-SIM-Karten eines lokalen Anbieters als Alternative.
Wann lohnt sich eine spanische SIM oder eSIM?
Für einen typischen Urlaub mit Karten-App, WhatsApp und Social Media reicht EU-Roaming meist aus. Eine spanische Prepaid-SIM oder -eSIM lohnt sich vor allem in diesen Fällen:
- Du brauchst viel Datenvolumen: Streaming, Videocalls oder Arbeit am Laptop sprengen schnell ein gedeckeltes Roaming-Limit.
- Die Familie hängt an deinem Hotspot: Ein Handy mit großem Paket versorgt Tablets und Kinderhandys.
- Du brauchst eine spanische Nummer: praktisch, wenn Restaurants, Vermieter oder die Mietwagenfirma dich vor Ort anrufen oder per SMS erreichen sollen.
- Du bleibst mehrere Monate: Dann sind die Fair-Use-Regeln deines Heimatanbieters für deine Daten kein Thema.
- Du hast eine Schweizer SIM und dein Abo enthält wenig oder kein Roaming in der EU.
Neben A1 verkaufen auch die spanischen Netzbetreiber eigene Prepaid-Tarife. Orange etwa listet Prepago 10 für 10 € pro 28 Tage und den Touristentarif Holiday Maxi mit unbegrenzten Daten für 35 € pro 28 Tage (Stand Oktober 2026). Reise-eSIMs aus Apps sind dagegen oft reine Datentarife ohne spanische Nummer. Den ausführlichen Vergleich aller Optionen findest du in unserem Guide Die beste SIM-Karte für Teneriffa (auf Englisch).
eSIM oder SIM-Karte: Was passt zu deinem Handy?
Eine eSIM lädst du per QR-Code aufs Handy, ohne eine Karte zu wechseln. Laut Apple klappt das ab iPhone XS, XS Max und XR, laut Google bei allen Pixel-Smartphones ab Pixel 4. Wichtig: Für zwei verschiedene Anbieter muss dein Mobilfunkanbieter das iPhone entsperren, oder beide Tarife müssen vom selben Anbieter stammen.
Der Vorteil der eSIM: Deine deutsche, österreichische oder Schweizer SIM bleibt im Gerät. Laut Apple können beide Nummern Anrufe tätigen und empfangen, mobile Daten laufen aber jeweils nur über eine Leitung. Stell also die spanische eSIM als Datenleitung ein. Anrufe und SMS über deine Heimat-SIM laufen weiter als Roaming.
Die SIM-Karte ist die Wahl für ältere Handys ohne eSIM. Bei A1 ist sie eine Triple-Cut-Karte für Nano-, Micro- und Standard-Slots und kostet genauso viel wie die eSIM. Unsicher? Unser Guide Unterstützt mein Handy eSIM? und die Anleitung eSIM in Spanien installieren helfen weiter (beide auf Englisch).
Welchen Ausweis brauchst du – reicht der Personalausweis?
Ja, bei A1 reicht der Personalausweis. Spanisches Recht (Ley 25/2007) verpflichtet die Anbieter, die Identität jedes Käufers einer Prepaid-Karte zu registrieren: Name, Nationalität sowie Art und Nummer des Ausweisdokuments. Ohne gültigen Ausweis gibt es keine spanische Prepaid-SIM und auch keine eSIM.
A1 Computers akzeptiert:
- Reisepass
- Personalausweis bzw. Identitätskarte aus jedem Land, also auch den deutschen oder österreichischen Personalausweis und die Schweizer Identitätskarte
- spanischen DNI oder NIE
Bestellst du online, lädst du ein Foto deines Ausweises hoch; unser Team prüft es von Hand. Für die SIM-Karte bringst du denselben Ausweis im Original mit nach Local 4.
Welche Tarife hat A1 Computers und wie bestellst du?
A1 Computers ist ein familiengeführter Reparaturladen für Handys und Computer in Costa Adeje, der auch Touristen-SIMs und eSIMs verkauft. Es sind spanische Prepaid-Tarife im Orange-Netz mit spanischer Nummer, ohne Vertrag und mit erlaubtem Hotspot. Preise zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, inklusive IGIC (der Umsatzsteuer der Kanaren); aktuelle Preise stehen immer im SIM-Shop:
- Tourist 100 – 20 €: 100 GB in Spanien, 28 Tage, 18 GB EU-Roaming, 300 Minuten (Spanien und EU), unbegrenzte SMS in Spanien.
- Tourist 250 – 35 €: 250 GB, 30 Tage, 32 GB EU-Roaming, unbegrenzt telefonieren in Spanien plus 800 Minuten in die EU, unbegrenzte SMS.
- Tourist 300 – 45 €: 300 GB in voller Geschwindigkeit, danach 2 Mbit/s; 30 Tage, 35 GB EU-Roaming, unbegrenzt telefonieren in Spanien plus 800 Minuten in die EU, unbegrenzte SMS.
So bestellst du:
- Tarif und Format im SIM-Shop wählen: eSIM oder SIM-Karte, beide zum gleichen Preis.
- Deine Angaben eintragen und ein Foto von Reisepass oder Personalausweis hochladen.
- Bestellung abschließen. eSIM: Unser Team prüft deinen Ausweis und schickt dir den QR-Code per E-Mail. SIM-Karte: innerhalb von 48 Stunden mit demselben Ausweis im Original in Local 4 abholen.
Zeiten und Kontakt: Online-Bestellungen nehmen wir Mo–Sa 10:45–21:00 Uhr und So 10:45–13:30 Uhr an, Ortszeit Teneriffa; in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es eine Stunde später. Der Laden in Local 4, Centro Comercial San Eugenio, Av. de los Pueblos 20, 38660 Costa Adeje hat Mo–Sa 10:45–21:30 Uhr und So 10:45–14:00 Uhr geöffnet (Anfahrt zu Local 4). Im Laden sprechen wir Englisch und Spanisch. Telefon 922 71 35 82 oder 600 340 340, WhatsApp 641 780 077.
Erstattung: Vor der Aktivierung bekommst du den vollen Betrag zurück. Ist der Ausweis ungültig oder holst du die SIM-Karte nicht innerhalb von 48 Stunden ab, behalten wir 5 € Bearbeitungsgebühr ein. Nach der Aktivierung gibt es keine Erstattung, außer bei fehlerhaftem Dienst; Details in den Erstattungsbedingungen (auf Englisch). Unser Laden hat bei Google 4,7 von 5 Sternen aus 467 Bewertungen (August 2026).
Häufige Fragen
- Funktioniert meine deutsche SIM-Karte auf Teneriffa?
- Ja. Teneriffa gehört zu Spanien und damit zur EU, deshalb nutzt du deine deutsche oder österreichische SIM dort zu Inlandspreisen, sofern dein Tarif Roaming enthält. Grenzen setzt die Fair-Use-Regel: Bei unbegrenzten oder sehr günstigen Tarifen kann das Roaming-Datenvolumen gedeckelt sein, und wer monatelang bleibt und im Ausland mehr nutzt als zu Hause, kann nach einer Warnung Aufschläge zahlen.
- Kostet Roaming mit einer Schweizer SIM auf Teneriffa extra?
- Das hängt von deinem Abo ab, denn die EU-Roaming-Verordnung gilt nicht für die Schweiz. Bei Swisscom enthält blue Mobile S zum Beispiel 100 MB pro Monat in der EU, blue Mobile M dagegen unbegrenzte Daten mit 40 GB in voller Geschwindigkeit (Stand Oktober 2026). Prüf dein Abo vor der Reise; das BAKOM nennt eine lokale Prepaid-SIM als Alternative.
- Reicht der Personalausweis für eine spanische SIM-Karte?
- Bei A1 Computers ja. Spanisches Recht (Ley 25/2007) verlangt für jede Prepaid-SIM und -eSIM einen Ausweis. Wir akzeptieren Reisepass, Personalausweis bzw. Identitätskarte aus jedem Land, spanischen DNI oder NIE. Bei einer Online-Bestellung lädst du ein Foto hoch; für die SIM-Karte bringst du denselben Ausweis im Original mit in den Laden.
- eSIM oder SIM-Karte – was ist für Teneriffa besser?
- Die eSIM ist bequemer, wenn dein Handy sie unterstützt und entsperrt ist: Du installierst sie per QR-Code und behältst deine Heimat-SIM für Anrufe und SMS im Gerät. Für ältere Handys ohne eSIM nimmst du die SIM-Karte. Bei A1 kosten beide gleich viel; die Karte holst du innerhalb von 48 Stunden in Local 4 im CC San Eugenio ab.
- Wann lohnt sich auf Teneriffa eine spanische SIM?
- Wenn dein Roaming-Volumen nicht reicht, du eine spanische Nummer brauchst, viel Hotspot nutzt, mehrere Monate bleibst oder eine Schweizer SIM ohne passendes Roaming hast. Für einen normalen Urlaub mit Karten-App, WhatsApp und Social Media reicht EU-Roaming mit einer deutschen oder österreichischen SIM dagegen meist aus.
- Wann kann ich bei A1 online bestellen?
- Online-Bestellungen für SIM und eSIM nehmen wir Montag bis Samstag von 10:45 bis 21:00 Uhr und sonntags von 10:45 bis 13:30 Uhr an, Ortszeit Teneriffa. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es eine Stunde später. In diesen Zeiten prüft unser Team die Ausweise von Hand und schickt danach den eSIM-QR-Code per E-Mail.
Quellen
- Your Europe (EU): Roaming – Smartphone-Nutzung in der EU
- Bundesnetzagentur: Telefonieren und Surfen im Ausland – Roaming
- Bundesnetzagentur: FAQ zum EU-Roaming
- Bundesnetzagentur: Neufassung der Roaming-Verordnung (gilt bis 30. Juni 2032)
- Europäische Kommission: Roaming – Länder, Qualität, Fair-Use-Limit (Englisch)
- Europäische Kommission: Gebiete in äußerster Randlage, u. a. Kanarische Inseln (Englisch)
- Hello Canary Islands (offizielle Tourismusseite): Archipel, EU-Recht und Zeitzone (Englisch)
- RTR: Welche Regeln gelten für Mobilfunkroaming in der EU?
- RTR: Faires Nutzungsverhalten bei Roaming in der EU
- Magenta Telekom: EU-Roaming
- Telefónica Deutschland: EU-Roaming-Verordnung
- BAKOM: Roaming
- Swisscom: blue Mobile S (Englisch)
- Swisscom: blue Mobile M (Englisch)
- BOE: Ley 25/2007, Zusatzbestimmung zu Prepaid-Karten (Spanisch)
- Orange Spanien: Prepaid-Tarife (Spanisch)
- Holafly: eSIM für Spanien (Englisch)
- Airalo Help Center: Anrufe und SMS mit der eSIM (Englisch)
- Apple Support: Dual-SIM-Funktion mit einer eSIM verwenden
- Google Pixel-Hilfe: SIM-Karte oder eSIM zum Pixel-Smartphone hinzufügen